Employee Experience in Österreich: 82,8 von 119 Punkten

  • Gesamtergebnis: durchschnittlich 4,87 bedeutet aufgerundet eine "gute" EX

  • Gesamt: 82,82 von 119 möglichen Punkten erreicht

  • Bewertungsskala von Employee Experience: von 1 “schlecht” bis 7 “herausragend”

  • Positiv: 5,42 auf die Frage ob die Befragten einen “Sinn in ihrer Tätigkeit” sehen

  • Weniger gut: 4,14 auf die Frage ob “Vorgesetzte/Führungskräfte als Coaches und Mentoren” wahrgenommen werden



Im Sommer 2020 wurden im Rahmen einer online gestützten Umfrage etwas mehr als 300 Personen in Österreich zu ihrem Erlebnis und ihrer Erfahrung als Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin (= Employee Experience) befragt. Die Befragung orientiert sich an einer us-amerikanischen Vorlage, um auch eine Vergleichbarkeit in einem bereits bestehenden Bezugsrahmen herstellen zu können. Dabei unterteilt sich Employee Experience in die physische, technologische und kulturelle Dimension. Die besten amerikanischen Unternehmen erreichen ca. 110 Punkte, der Österreich-Schnitt liegt bei 82,82 Punkte - Room for Improvement.


Detailergebnis für die Dimension Arbeitsplatz

Im Gesamtscore der Bewertung der physischen Dimension “Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen” erreicht 18,77 von 28 möglichen Punkten. Das Angebot von verschiedenen Arbeitsbereichen im Office wird von den Befragten mit 4,75 bewertet, flexible Arbeitsoptionen und die Förderung der Autonomie mit 4,63. Knapp am niedrigsten bewertet wurde, ob der physische Raum auch die Werte des Unternehmens wiederspiegelt - 4,51. Den knapp besten Wert erzielte die Frage nach dem Stolz einen Freund bzw. Besucher ins Office zu bringen - 4,89.


Ergebnisse für die Dimension Kultur

Bei insgesamt 10 Fragen zur kulturellen Dimension der Employee Experience liegen drei Angaben voran: die Frage nach dem Sinn in der Tätigkeit bewerten die Befragten mit 5,42 - das ist sowohl in der Dimension Kultur als auch in der Gesamtumfrage der beste Wert. Gefolgt von dem Gefühl Teil eines Teams zu sein - mit einer Bewertung von 5,32. Und auch die” positive Wahrnehmung der eigenen Unternehmensmarke” liegt mit einer Bewertung von durchschnittlich 5,10 über dem allgemeinen Mittel. In dieser Dimension “Kultur” ergeben sich aber auch zwei Werte, die am unteren Level der Bewertung liegen - nämlich die Angabe, ob Vorgesetzte/Führungskräfte als Coaches und Mentoren agieren und wahrgenommen werden (4,14) sowie ob Unternehmen physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren (4,51). Insgesamt wurden 49,2 von 70 möglichen Punkten erreicht.


Detailergebnis für die Dimension Technologie

In der Beurteilung der eingesetzten Tools vergaben die Befragten insgesamt 14,84 von möglichen 21 Punkten. Am besten wurde die Frage bewertet, ob eingesetzte Technologie (Software und Hardware) allen im Unternehmen gleichberechtigt zur Verfügung steht - 5,34. Mit 4,86 auf Platz 2 die Frage, ob die eingesetzten Tools so gut sind, dass man sie auch privat verwenden würde. Die Frage nach der Ausrichtung der Tools an den Bedürfnissen der Mitarbeiter im Gegensatz zu reinen “business requirements” wurde mit 4,64 von 7 benotet.


Statistische Details zu den Befragten

Teilgenommen haben exakt 305 Personen, im Verhältnis 61 % Frauen und 39 % Männer. Mit 60,1 % besonders stark vertreten war die Generation Y (Millenials), gefolgt von Generation X (35,1 %) und den sog. Babyboomern (4,8 %). Besonders stark vertreten unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Funktionsbereich HR (39,1%), gefolgt von Marketing (9,6 %), Geschäftsführung (8,1 %) sowie Sales und Innovation mit je 7,8 %. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben zu 44,6 % an Führungskraft zu sein, zu 43,2 % Vollzeit-MitarbeiterIn und zu 12,2 % Teilzeit-MitarbeiterIn. Betrachtet man die örtliche Verteilung so fällt die große Anzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wien auf - 62 % aller Umfragen wurden in Wien abgeschlossen, 12 % in Niederösterreich, 11 % in Oberösterreich, je 5,5 % in Salzburg und der Steiermark.


Interpretation

Diese erste Erhebung zu Employee Experience ist mit 305 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erste Richtung und grobe Benchmark an der sich Unternehmen orientieren können und sollen. Festzuhalten ist aber die statistische Schwankungsbreite, die sich bei “nur” 305 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ergibt. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass tendenziell Führungskräfte bessere Beurteilungen abgeben als “normale” Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und eventuell auch die am stärksten vertretene Funktionsgruppe “HR” Einfluss auf das Ergebnis nimmt. Eine nächste Erhebung mit größerer Teilnehmerzahl für ein statistisches Mittel wird darüber Aufschluss geben.


Die Erhebung wurde von Max Lammer gemeinsam mit LSZ und Der Brutkasten im Juli und August 2020 durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden via Mails und Ansprache in den sozialen Medien auf die Umfrage aufmerksam gemacht. Im Schnitt dauerte die Teilnahme 4 Minuten.


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